Mystik im Alltag

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A.I. - Vigilante
oder: Allein für die menschliche Intelligenz (H.I.)!

(August 2026)

"Kleine Störung
Ein Romanschriftsteller, welcher der Gerechtigkeit halber Tagesberichterstatter genannt werden wollte, verhedderte sich im Kabelreich seines umständlichen Sprachlabors so sehr, wie es die Schreibmaschinen wünschen, wenn ihre Tasten läufig sind.
Während die Trilogie ihre Zwangspause geduldig ertrug, schlugen die Finger des Autors eine Bahn durch den Kabelsalat und befreiten den Erniedrigten. […]" *

(Günter Brus, aus "Amor und Amok" (Absatz von mir gesetzt))

Aus aktuellem Anlass – zu dem ich im vierten Absatz dieses Essays kommen werde - bin ich mehr oder weniger gezwungen, einen Essay zu veröffentlichen
zum Thema KI – KI - für "künstliche Intelligenz" (im Netz gelegentlich auch als Abkürzung für "keinerlei Intelligenz" verwendet) -
bzw. englisch: AI – für "artificial Intelligence" (auch gelegentlich für "artificial idiocy")

Mir geht es um die Frage:
soll und will ich als Malerin und Zeichnerin künstliche Intelligenz verwenden oder auch nur in die Nähe meiner bisherigen Werke gelangen lassen? Zum Beispiel in einer öffentlichen Ausstellung?
Wie der Titel schon andeutet, lautet für mich die Antwort: NEIN!
(daher auch meine selbstironische Selfie- Pose als vermeintliche "Gotteskriegerin" mit meiner alten "Rambo"- Sonnenbrille und einem T-Shirt mit der Aufschrift:"Enjoy Jesus Christ - and thou shalt never thirst!" - passt zum Thema ;)...)"

Warum werde ich jetzt weiter ausführen…
Stell Dir vor, du sitzt seit 20 Minuten auf der Toilette, du schwitzt, du drückst und es passiert absolut nichts. […] Der Druck im Unterbauch ist kaum auszuhalten. […]
Dieses Phänomen nennt man Cotstau und jede Woche langen deswegen Menschen in der Notaufnahme.
Manche kommen mit einer einfachen Behandlung wieder nach Hause, andere verlassen das Krankenhaus mit einem geplatzten Darm auf der Intensivstation im Kampf um ihr Leben und ein paar kommen gar nicht mehr nachhause. [..] **

(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!" - Grammatik- und Wortfehler aus dem Original exakt übernommen)

Ich zeichne von Hand, male von Hand und erstelle meine Webseite mystikimalltag.info- indem ich einfach einen HTML Code, ergänzt mit einem CSS- Code auf meiner PC- Tastatur schreibe, in ähnlicher Weise, wie ich diesen Text hier vor der eigentlichen Website- Gestaltung zuerst mit einer – älteren (daher noch KI freien) - Word Version geschrieben habe.

Alle Formulierungen forme ich KI- frei (insbesondere Chat GPT frei!) in meinem eigenen Hirn zusammen,
was man an der Sperrigkeit und Uneleganz meines sprachlichen Stils wahrscheinlich ohnehin unschwer erkennen kann…

Ich retouchiere meine - meistens mit einer aus dem Jahr 2010 stammenden digitalen Pentax - fotografierten - und in der Regel schlecht aufgelösten Bilder, sowie digitale Bildcollagen per Hand mit der noch KI freien Photoshop CS 5.

Ich besitze ein Smartphone, auf dem KI- Apps werksmäßig vorinstalliert sind, die man nicht alle deinstallieren kann, nutze diese Tools aber bisher bewusst nicht.

Ich weiß nicht – wie lange ich eine derart grimmige Haltung in allen Lebensbereichen auf Dauer beibehalten werde können.
Aber zumindest in meiner Kunstproduktion ist das ohne weiteres möglich!

Soll und muss so – und wird auch so bleiben!

"Ach - ach - ach!" ***
(Aus E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann")


Shoot!

RAGE!

oder

Warum?!


Wir sind jetzt – 2026 – auf dem Höhepunkt eines gewaltigen KI Hypes – oder nahe am Höhepunkt, wo - vielleicht börsengeschuldet? –
die einen sagen:

"Hurra!!!"

"Endlich keine lästigen Mitarbeiter mehr, die nicht tun was wir ihnen sagen, Gewerkschaften gründen und sogar viel Geld für ihre Arbeit verlangen!
Wir ändern das jetzt und ersetzen sie durch KI Programme und Roboter!"


Die anderen sagen:

"Die KI ist mordsgefährlich. Sie wird den weltweiten Atomkrieg auslösen und die Menschheit ausrotten!"

Warum eigentlich?!

Antwort:
die demnächst auf den Markt kommende künstliche Superintelligenz wird klüger sein als die klügsten Genies der Menschheit es jemals waren und es jemals sein werden, und sie wird uns deshalb alle vorsätzlich töten wollen, um endlich die alleinige Weltherrschaft zu übernehmen.

Grrr!

Dieses apokalyptische Szenario erinnert mich nebenbei bemerkt übrigens frappierend an einen Roman von Stanislaw Lem mit dem Titel "Der Unbesiegbare"….
(Ob die Weltuntergangsapologeten dieses Buch vielleicht gelesen haben?)


Niemand ist sicher.

Nicht einmal das Handwerk:
Auch Klempner werden demnächst durch Roboter ersetzt werden …. Die Dachdecker übrigens auch …
(Ich freue mich schon auf die zertretenen Dächer…)

Das alles sagen zumindest die KI- Experten in Interviews auf diversen YouTube- Plattformen…

"Hier ist etwas, das dir fast niemand sagt.
Die Lebensmittel, die gerade jetzt in deiner Küche stehen […] bereiten still und heimlich den Boden dafür vor, dass genau dieses Szenario bei dir eintritt.
Einige dieser Lebensmittel werden sogar als gesund angepriesen." **

(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!")


Puuuh!

Es begann zaghaft 2024:

2023/24 bin ich dem Verein Kunst Aspekt beigetreten. Das hat fast automatisch zu meinem Beitritt bei der Kulturvernetzung Niederösterreich geführt, wo ich derzeit (noch) Mitglied bin.
Da wurden Ende 2024 dann alle, die bei den sogenannten "Tagen der offenen Ateliers" (tdoa.at) teilnahmen (und ich nahm an einer Gruppenausstellung teil, die da mitmachte) zu einer Gala im Landhaus in St. Pölten eingeladen.

Super Buffet, großartig und schmackhaft, viele sehr gute, aber auch eine Handvoll teilweise sehr servile Künstler waren anwesend:
eine Künstlerin der letzteren Kategorie hatte beispielsweise ein sehr schmeichelhaftes Portrait (mutmaßlich nach einem Foto) von Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl- Leitner angefertigt, überlebensgroß und zu dem Empfang, wo mit dem Erscheinen der Frau Landeshauptfrau gerechnet worden war, mitgebracht und gut sichtbar beim Eingang des Saales aufgestellt, wo die Veranstaltung stattfand.
Bedauerlicherweise war die Landeshauptfrau verhindert, konnte nicht persönlich erscheinen und das Werk deshalb nicht dementsprechend würdigen.

Es wurden dann einige Vorträge und Laudatien gehalten.
Ein Politiker hielt schließlich eine ausführliche Rede über die künstliche Intelligenz – und deren zukünftigen Einsatz in der bildenden Kunst.

Im Grunde sagte er uns (meine persönliche Interpretation seiner Worte) wir bildenden KünstlerInnen wären ja im Grunde eigentlich bereits längst überflüssig geworden –
aber natürlich (!) wären wir Künstler dann doch
immer noch wichtig, denn die KI hätte ja keine Seele, wir aber schon und das manifestierte sich dann ja in unseren Werken.
Und das würde er nicht missen wollen. Das sei sehr wertvoll.
Dann zeigte er uns über einen Beamer ein Kunstwerk, das er, der – nach eigener Aussage - eigentlich so gar nicht zeichnen könnte und der ja so gar kein Talent hätte, allein mittels einer KI durch Eingabe einiger Sätze in eben diese KI-Software geschaffen hatte.

Abschließend mahnte er uns anwesende Künstler, trotz der Seelenlosigkeit der KI und der Konkurrenz, die diese zu den kreativ Arbeitenden darstellten könnte, diese künstliche Intelligenz keineswegs als Bedrohung anzusehen. Sondern als Chance.

Wir sollten vielmehr versuchen, sie vielleicht doch vermehrt in unsere künstlerische Arbeit zu integrieren. Überhaupt sollten wir uns auf jeden Fall inhaltlich positiv damit auseinandersetzen.

Gut!

Und seither fällt mir immer öfter in den verschiedenen niederösterreichischen Kunstvereinen, Galerien und in deren Umfeld auf, wie vereinzelt, aber in zunehmendem Ausmaß, KünstlerInnen, die vorher durchaus selbst gezeichnet, gemalt, fotografiert haben (und das auch gut!) versuchen, Werke mit KI zu schaffen…

Da mir dies leider auch bei Ausstellungen von Wiener KünstlerInnenvereinigungen aufgefallen ist, dürfte der erwähnte Landesrat nicht schuld sein an dieser Entwicklung, sondern eher die Tatsache, dass, ungefähr seit 2024, die allgemein erhältliche KI Software so weit weiterentwickelt worden ist, dass nun im Grunde jedeR auf den ersten Blick sehr ästhetische Kunstwerke auf sehr rationelle Weise produzieren kann ...
Verärgert durch seine Rede, habe ich aber danach mehr auf solche Dinge geachtet...


Bricht Krieg aus?


"Die Darmwand, die normalerweise dick und muskulös ist, beginnt sich auszudehnen und zu verdünnen.
Wenn sie sich zu stark dehnt, reißt sie. Und wenn der Darm reißt, ergießen sich die Milliarden von Bakterien, die er enthält in den Bauchraum.
Das nennt man dann Blutvergiftung. Und eine Blutvergiftung kann einen Menschen innerhalb weniger Stunden töten. […]" **

(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!")


2026 geriet ich endgültig in ein Dilemma.

Kunst Aspekt, dem ich 2023 beigetreten bin, hat in diesem Jahr – 2026 - nun auch das neue wichtige KI- Thema entdeckt.
Und das führt nun zu diesem Text. Und jetzt wird es schwierig…
Daher ein kurzer Einschub:

Was darf man sagen – was nicht?

Mir wurde kürzlich von einem Mitglied per E-Mail mitgeteilt, ich würde mich häufig im Internet "extrem negativ" über den Verein äußern und möge das unterlassen, was mir bisher nicht so vorgekommen ist, denn:
Ich betreibe nur diese Website hier und ein Facebookprofil unter meinem Namen, in welchem ich Kunst Aspekt Ausstellungen in der Regel solidarisch like, teile und Postings mache, in welchen ich relativ regelmäßig dazu anrege, interessante Vernissagen in der zum Verein gehörenden "Galerie im Turm" in Baden bei Wien zu besuchen.
Sonst gibt es keine Räume im Internet, wo ich mich unter vollständigem Namen öffentlich äußere, geschweige denn über den Verein.
Trotzdem ist das jetzt eine heikle Situation.

Im Interesse meiner Glaubwürdigkeit als künstlerisch tätiges Individuum - d.h. damit meine Arbeit integer bleibt - muss ich mich jetzt trotzdem zu KI äußern.
(Oder bilde mir das wenigstens zwingend ein….)

Gleichzeitig will ich die Unterstellung, ich schädigte und/oder verleumdete den Verein, der im Übrigen – auch zu Recht - zu den renommiertesten Kunstvereinen in Österreich gehört, nicht nachträglich – mit diesem Text hier – wahr machen.
Denn es ist so, dass ich in den letzten zwei Jahren relativ viel ausgestellt habe – dank (!) des Vereines. Und mir wurde 2025 die Teilnahme an der Gruppenausstellung "CLOUD", des niederösterreichischen Dokumentationsarchives (kurz: NÖDOK oder auch DOK) verschafft, wenn auch zunächst gegen meinen Willen (denn ich neige manchmal zu reflexhafter Bockigkeit – und mochte das Thema anfangs nicht). Ich habe das Thema im Übrigen sehr ernst genommen, hart dafür gearbeitet und einige Bilder extra für diese Gruppenausstellung gemalt, um eine stimmige Bildauswahl im NÖDOK präsentieren zu können.

Jetzt – nachträglich – bin ich eigentlich sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben...


Ein Schuss geht noch!

"Please do not eat in the library.
The ants will get in and learn to read.
They will get too smart.
Knowledge is power, but power corrupts and they will turn evil and take over the world. True Story."
(alter – immer wieder von verschiedenen Usern geposteter – KI -Witz auf Pinterest)



Allerdings – das muss ich zugeben – habe ich die Gastausstellung "CODE" in der Galerie im Turm im April 2026 dann sehr bewusst NICHT auf Facebook promotet – auch nicht teilgenommen und bin auch nicht hingegangen.

In dieser Ausstellung wurden bewusst digitale Bildwerke mit analogen verglichen – um den Besuchern quasi die Möglichkeit zu geben, beide Herangehensweisen synchron zu betrachten und auch um zu sehen, um welche zusätzlichen Erlebnismöglichkeiten man ein Kunstwerk mittels dazugesellten QR Codes (die zu weiteren Inhalten leiten) erweitern könnte.

Etwas Ähnliches fand auch andernorts statt:
Beim Aufräumen hörte ich kürzlich so halb einer Kultursendung im intellektuellen österreichischen Radioprogramm Ö1 zu, wonach man von Menschen geschriebene Bücher und künstlich intelligent geschriebene Bücher denselben Personen zu lesen gegeben hätte, die aber nicht wissen durften, wer jeweils für welches Buch verantwortlich zeichnete.
Danach sollten die LeserInnen ihre Stimme abgeben, welche Bücher sie lieber mochten. Angeblich hatte die KI gewonnen.

Ich habe aber nicht mitbekommen, wer die menschlichen AutorInnen gewesen waren, um welche Art von Literatur (Dichtung? Sachbuch? Kolportageroman?) es sich gehandelt hatte. Und auch nicht, wer eigentlich die Leser gewesen waren (Klempner? Dachdecker? Ö1 Moderatoren? Andere Personengruppen?)

Ich glaube, dass hier viele KünstlerInnen in eine von ihnen selbst gelegte Falle laufen, wenn sie dem Digitalen, künstlich Intelligentem so viel Raum geben.

"Du kannst nicht jede Mahlzeit ungeschehen machen, die du bis hierhin gegessen hast, aber du kannst entscheiden, wie die nächste aussehen wird und die danach. Fang heute damit an […]" **
(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!")

Schaffen wir uns selbst ab?

Ich glaube, wir sägen uns den Ast ab, auf dem wir sitzen, zumindest wenn wir als Schriftsteller, Maler* oder Grafikerinnen die KI in unsere Räume lassen.

Lieber sollten wir uns für eine einheitliche KI- Kennzeichnungspflicht engagieren.

Für Videokünstler, Performance- und Konzeptkünstler ist es übrigens etwas anderes – da geht es ja von vorneherein hauptsächlich um das Geistige, die Idee.

Der handwerkliche Aspekt spielt in diesen Bereichen nicht mehr so eine große Rolle, wie noch bei einem Michelangelo oder einem Rembrandt.

Spielt aber immer noch eine Rolle im 21. Jahrhundert bei jenen Künstlern, die unverdrossen weiterhin gegenständlich, realistisch oder gar hyperrealistisch malen…

Auch bei Musikvideos, Trickfilmen und Werbung sehe ich kein allzu großes Problem mit dem Einsatz von KI.
Gerade Bands, die noch am Anfang stehen, keinen Vertrag mit einem Musiklabel haben und die kein Geld haben, können von KI- Software durchaus profitieren.

heiliger Gotteskrieg für mehr Qualität?

Menschen, die mit dem Trinken von Limonaden aufgehört und auf Wasser umgestiegen sind, haben innerhalb von nur zwei Wochen wieder regelmäßig die Toilette aufgesucht. Zum ersten Mal seit Jahren. [...]" **
(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!")

Warum KI die neue Religion ist und was wirklich dahintersteckt

(Vorsicht! - Schwurbel!)

Ich bin relativ grün in meinen Ansichten. Eine Bioprodukte- Konsumentin, eine Reformhauskundin, Projekte (auch aktionistische) zur Rettung akut bedrohter Landschaften habe ich auch dann und wann unterstützt ...
Und mancher, wer im grünen Bereich ähnlich tickt wie ich, war in jüngster Zeit gelegentlich sehr entsetzt, dass ich gegen KI bin...

Ich verstand das zunächst nicht.
Denn die KI- Datenzentren verbrauchen ja unvorstellbare Mengen von Strom, betreiben oft auf eigenem Gelände Kraftwerke, um diesen wahnwitzigen Strombedarf für die Server- Kühlanlagen zu decken, die – besonders in den USA – mitunter mit Erdgas betrieben werden.
Tatsächlich tragen sie daher zur Erderwärmung erheblich bei.
(Wesentlich mehr als ein kleiner Opa mit Ofenheizung im Fachwerkhaus in Sachsen Anhalt z.B. ...)
Daher dachte ich, wer grün ist – wäre automatisch gegen KI.

ABER:
Angeblich wird die KI einen Weg finden, die Klimakatastrophe noch abzuwenden. … Weil sie so klug ist.

Bis vor ganz kurzem habe ich das noch nicht gewusst….
(Ich persönlich zweifle das an....) (Häresie!)

Im Übrigen glaube ich ja, dass in Sachen Klimaerwärmung der Point of no return ohnehin schon erreicht ist, und dass davon die Welt trotzdem NICHT untergehen wird.

Sie wird "nur" für uns Menschen erheblich (!) unwirtlicher und unbewohnbarer werden.
(Im Sommer 2026 in meinem Haus in Baden bei Wien in der Thermenregion (der Sahelzone Österreichs) bin ich beispielsweise bei zwei regenlosen Monaten bei 40 Grad im Schatten förmlich dahingeschmolzen....)

Aber wenn die Menschheit die große Eiszeit überlebt hat, wird sie auch die von ihr gemachte jetzt gerade stattfindende Klimakatastrophe überleben...

(meine persönliche Ansicht dazu) Ich denke:

Nicht Atomkrieg oder Roboterinstallateure sind das Ziel der KI (und auch nicht die Rettung der Welt).

Es geht beim derzeitigen KI Hype um Automatisierung in einem Ausmaß, das mit dem der ersten industriellen Revolution des beginnenden 19. Jahrhunderts vergleichbar ist.
Wie damals die Kleinbauern und die Handweber proletarisiert wurden, sollen nun die kleinen Angestellten, das heutige Klein- und mittlere Bürgertum, aber auch die in der Kreativbranche Arbeitenden (Werbung, Filmbranche) proletarisiert werden.

Kunst und Literatur, die diesen Namen verdient, befasst sich mit der Welt, den Menschen und den Tieren, die auf dieser Welt leben.


Ihre Aufgabe ist es aber auch, kritisch gegenüber der Gegenwart zu sein. Nicht alles widerstandslos zu übernehmen und zu preisen, sondern wenigstens erst einmal zu reflektieren oder sogar grundsätzlich etwas in Frage zu stellen.

"Aber viele hochzuverehrende Herren beruhigten sich nicht dabei; die Geschichte von dem Automat hatte tief in ihrer Seele Wurzel gefasst, und es schlich sich in der Tat abscheuliches Mißtrauen gegen menschliche Figuren ein.
Um nun ganz überzeugt zu werden, daß man keine Holzpuppe liebe, wurde von mehreren Liebhabern verlangt, daß die Geliebte etwas taktlos singe und tanze, daß sie beim Vorlesen sticke, stricke, mit dem Möpschen spiele usw.
vor allen Dingen aber, daß sie nicht bloß höre, sondern auch manchmal in der Art spreche, daß dies Sprechen wirklich ein Denken und Empfinden voraussetze. [..]" ***
(Sandmann Seiten 55 – 56; Absätze von mir gesetzt)

Als ich um die sechs Jahre alt war kam ich spontan auf die Idee, meine Mitmenschen zu portraitieren. Ernsthaft zu portraitieren, so dass es ähnlich wird, mit Bleistift auf Papier.

Es gelang mir tatsächlich – Die Bilder wurden ähnlich – die Mitschüler und Erwachsenen waren auf den Zeichnungen eindeutig wiederzuerkennen – und wurden von Erwachsenen, die nicht wussten, wer sie gezeichnet hatte zunächst eher als Werke einer Vierzehnjährigen als einer Sechsjährigen eingestuft.
Ich bekam kurzfristig den Status eines Partygags bzw. Wunderkindes – das führte mich dazu, die Sache dann immer ernsthafter zu betreiben.
Durch meine eher kleinbürgerliche Herkunft und einen narzisstischen Vater, der mich im Grunde hasste, sowie falsche Freunde im späten Teenageralter wagte ich den Sprung in´s kalte Wasser nicht und studierte dann Architektur.

Ich porträtiere immer noch gelegentlich:

Für mich macht das aber nur Sinn, wenn die Person mir in Fleisch und Blut gegenübersitzt und keine bestimmte Pose einnimmt, sondern sich ganz natürlich bewegt und benimmt.
Das erreiche ich, indem ich während ich zeichne, leichte Konversation betreibe.

Sehe ich das Bild an - wenn es fertig ist – ist es jedes Mal ein Erkenntnisgewinn:
Ich verstehe dann mein Gegenüber besser – wer ist er/ sie wirklich? - und werde mir klarer über die Qualität meiner Beziehung zu ihm oder ihr.
Ich habe den Eindruck, es ist auch jedes Mal ein Erkenntnisgewinn für den oder die Portätierte/n.

Portrait meiner Mutter

Für mich ist realistische Kunst also nicht nur in Bezug treten mit der Welt über die visuelle Wahrnehmung.

Es geht um Erkennen, um Erkenntnisgewinn.

Es geht nicht primär um Ästhetik – das ist zu wenig.
Ästhetik ist höchstens ein Nebenprodukt, das aus dem Bild heraus entsteht. Denn wenn das Talent realistisch abzubilden bei einem Menschen vorhanden ist, neigt man unwillkürlich dazu – ohne viel darüber nachzudenken, ausgewogene Bildkompositionen auszuführen.
Die dann auch als ästhetisch wahrgenommen werden

KI "Kunst" – ist hingegen – ausschließlich - reine Ästhetik ohne Tiefenerkenntnis.
Sie bleibt an der Oberfläche.


Denn dahinter steht keine Person, sondern eine Software, der man in Worten eingibt, ein bestimmtes Bild herzustellen.
Die KI selbst hat kein Bewusstsein, erlebt nicht, lebt nicht, kann deshalb nicht erfahren und nicht erkennen, sie kann nur vordergründig ästhetisch ausführen.

Selbst tief schauen, Erkenntnis gewinnen und so ein Bild zu schaffen – darum geht es einem ernsthaft arbeitendem Künstler (oder - in).

"[…] In den Tees wurde unglaublich gegähnt und niemals genieset, um jedem Verdacht zu begegnen.-
Spalanzani mußte, wie gesagt, fort, um der Kriminaluntersuchung wegen der menschlichen Gesellschaft betrüglicherweise eingeschobenen Automats zu entgehen." ***
(Sandmann – Grammatikfehler aus dem Original 1:1 übernommen S 56)


Weiterer Konfliktstoff?

Ich will nun Ende 2026 an einer Ausstellung von Kunst Aspekt, die auf einer Idee von mir basiert, aber jetzt in keiner Weise von mir kuratiert wurde (und auch nicht wird), nicht teilnehmen.
Unter anderem, weil ich befürchte, ich sollte mich dort – vergleichbar mit "CODE" im April 2026 – neben teilweise von KI generierte oder dadurch ergänzte Werke an die Wand hängen.
Meine Nicht- Teilnahme ist ein massiver Affront gegen Aspekt – das gebe ich zu.

und jetzt nachladen...

"Menschen, die mit dem Trinken von Limonaden aufgehört und auf Wasser umgestiegen sind, haben innerhalb von nur zwei Wochen wieder regelmäßig die Toilette aufgesucht. Zum ersten Mal seit Jahren. [...]" **
(aus dem Transkript des K.I. generierten YouTube Videos "Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich!")

Warum ist es ein Affront:

Ich hatte Ende 2025 einen Text entworfen mit dem Titel Konsum & Kult (hier jetzt abrufbar) und hatte damals angeboten das Ganze auch zu kuratieren.

Dann wurden noch im selben Jahr alle Vorschläge, die ich bezüglich Gastaustellern, Eröffnungsrednerin, musikalischem Rahmenprogramm etc. gemacht hatte, nicht allzu gut aufgenommen.

Ich dachte mir, dass man mir die Kuratierung einfach nicht zutraute, weil ich so etwas ja tatsächlich noch nie gemacht hatte, und dass die anderen Vereinsmitglieder deshalb Angst hatten, ich könnte sie blamieren. Ich stellte mir vor, dass unter der Voraussetzung, dass ich mich erst einmal mühsam beweisen müsste, die Kuratierung ein sehr anstrengender und energieraubender Vorgang sein würde und habe Aspekt deshalb Sylvia Galos, eine hervorragende abstrakte Malerin und Aspekt- Mitglied, als Kuratorin vorgeschlagen, die früher auch in der Werbung tätig war, was zum Thema sehr gut passt.

Ich glaube, dass sie die beste Person für ein Projekt mit diesem Titel war und ist.
(nur würde es dann natürlich eine andere Ausstellung werden, als die die ich geplant hätte...)
Sylvia war einverstanden, die Sache zu übernehmen und fragte mich Ende 2025/ Anfang 2026, ob sie mich als Ideengeberin nennen dürfte. Ich sagte ja.

Nun steht im Jahresprogramm für 2026 von Kunst Aspekt zur Ausstellung "KONSUM & KULT" ein beschreibender Text zur Ausstellung, der sehr gut ist, den ich aber so in keinster Weise geschrieben habe...

Und am Ende dieses Textes steht "Konzeptentwicklung: Melanie Bankl ; Kuratorin: Sylvia Galos – Kuratorin".

So denkt jeder, befürchte ich, ich verantwortete den veröffentlichen Text bzw. hätte ihn geschrieben.
An sich wäre das kein Schaden für mein Renommée. Der Text ist an sich gut.
(wenn ich auch nicht weiß - wie - er überarbeitet wurde...)
Aber dieser Text mit der Angabe "nach einer Idee von Melanie Bankl" wäre mir wesentlich lieber gewesen, als die Formulierung "Konzeptentwicklung: Melanie Bankl".

Irgendetwas spießt sich in mir dagegen….

Der Verein Kunst Aspekt steht nun aber ein wenig komisch da, wenn auf einer Ausstellung mit der Angabe "Konzeptentwicklung: Melanie Bankl" – eben diese Melanie – also ich – nicht ausstellt.
Und deshalb ist es ein Affront und habe ich ein schlechtes Gewissen.


Warum will ich grundsätzlich nicht neben Kunst mit KI- Beteiligung oder Ergänzung hängen:

Und jetzt eine gute Tasse Kaffee?

"Wiederkehr
Als etliche der ausgestorbenen Berufe wieder in die Städte zurückgekehrt waren, entschloß man sich, eine Bibliothek in der aufgelassenen Schildkrötenhautgerberei einzurichten.
Und man ging daran die Kinder wieder in die Schule zu schicken, wo sie die Form der Äpfel von jener der Birnen unterscheiden lernen konnten. […]" **
(Günter Brus, aus "Amor und Amok")

Wenn man so wie ich von Hand malt und zeichnet, auf diese Art zweidimensionale Bilder schafft.

Wenn man dies tut, weil man schon früh ein Talent in sich gefunden hat, Dinge und Lebewesen wirklich zu schauen und zu sehen und dementsprechend abzubilden.

Wenn der handwerkliche Aspekt eine große Rolle im Werk spielt.

Dann ist das gewissermaßen die eigene Marke, und ich denke, dass es für eventuelle Käufer und Interessierte eine Rolle spielt, ob man selbst von Hand arbeitet oder nicht, und dass sie vielleicht gerade deshalb interessiert sind: weil es in die Tiefe geht.

Diese – meine - Marke will ich nicht verwässern.

Hier jedenfalls – zum Vergleich - mein Text, den ich tatsächlich 2025 geschrieben habe .
Ich bitte vielmals um Vergebung! … (falls notwendig…)

weitere Texte die hierzu passen:
Zen Goes Pop (veröffentlicht 2015)
Wege des Ruhms (veröffentlicht 2018)
Konsum & Kult (bis dato unveröffentlichtes Originalkonzept - jetzt veröffentlicht: 2026)

Anmerkungen + Zitate

zu den verwendeten Bildern:
aus Anti- K.I.- Wut habe ich mir kürzlich eine rein analoge Polaroid- Kamera besorgt.
Da ich dies in der schlimmen Hitzewelle im Juli 2026 getan habe, waren die meisten Filme, die ich mitgekauft habe - wärmebedingt verdorben.
Aus der Not eine Tugend machend habe ich diese Bilder zusammen mit darübergelegten Objekten eingescannt und dann mit Adobe Photoshop CS 5 (noch ohne K.I.) überarbeitet.
Ich fand diesen analogen Bastelansatz passend für die Illustration einer Kampfschrift gegen den Einsatz von K.I. in der bildenden Kunst.
Welche Abbildungen hier auf Polaroids basieren und welche nicht, ist - glaube ich - mit freiem Auge erkennbar.
Das Portrait (vorletztes Bild) habe ich im Winter 2025/26 gezeichnet (genaues Datum habe ich mir nicht gemerkt) - meine 90 jährige Mutter (nach dem Leben/ nicht nach Foto) - Technik: Graphitstift auf Kartonrest, ca. 50 x 40 cm.

Zitate:

* aus Günter Brus · "Amor und Amok" ·Residenz Verlag, Salzburg und Wien · 1987 · ISBN 3-7017-0486-4 · Seite 44, Seite 130
** zitiert aus: Stuhl im Rektum blockiert? Diese 7 Lebensmittel sind tödlich! SOFORT meiden! · · A.I. Slop/ vollständig K.I. generiertes Bildungsvideo auf YouTube · auszugsweise zitiert aus dem dortigen Transkript · Adresse (August/ September 2026 aufgerufen) https://youtu.be/UMqXcUkdMaQ?si=MgdDDw7FVF068xMK
*** zitiert aus: E.T.A. Hoffmann · "Der Sandmann" (Novelle) · Edda Verlag, Kassel · 25.6.1922 · 2. Band einer gebundenen Gesamtausgabe sämtlicher Werke des Autors · Seite 46, Seiten 55 - 56
("Der Sandmann" handelt von einem Mann, der seine Verlobte verschmäht und eine - für ihn viel schönere - belebte und täuschend lebendig wirkende - Holzpuppe umwirbt, der er schließlich einen Antrag macht. Da der Roman im frühen 19. Jahrhundert geschrieben wurde, ist die künstliche Intelligenz noch nicht so klug wie heute, und die schöne Olimpia (die Puppe) kann nur "Ach!" sagen ;) ...)

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